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Vorsorgen ist besser als...

... teure und oft langwierige Behandlungen. Das wissen wir aus eigener langjähriger Erfahrung. Wir möchten Sie deshalb an dieser Stelle auf einfache und unkomplizierte Möglichkeiten der Vorsorge hinweisen. Wenig Aufwand und große Wirkung!

 

 

Bei uns können Sie

-Impfungen

-Blutuntersuchungen

-Alters Checkup

-Laboruntersuchungen

-Austestungen von Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Sie haben noch weitere Fragen oder möchten detailliertere Informationen?

Rufen Sie uns doch einfach an! Wir sind für Sie telefonisch erreichbar von 8.00 bis 12.00 Uhr und 14.30 bis 18.00 Uhr unter 08223/966519.

 

 

Unverträgliches und Giftiges für Hunde - bitte nicht Füttern:

 

Kaffee, enthaltener Wirkstoff Coffein

1Tasse Kaffee entspricht für einen 20 kg schweren Hund bis zu 55 Tassen Kaffee.

Macadamianüsse , bei einen 15 kg schweren Hund können bereits 4 Nüsse ausreichend sein, um Symtome wie Steifheit, Probleme beim Laufen, Leberschädigungen auszulösen.

Knoblauch, enthaltener Wirkstoff Allicin.

Eine ganze Knolle frischer Knoblauch ist etwa für ein 10 kg schweren Hund ausreichend eine Hämolytische Anämie (Blutarmut) auszulösen.

Schokolade (dunkle), enthaltener Wirkstoff Theobromin.

Zartbitter-/ Kochschokolade: 20 g/kg kann tödlich sein (entspricht 1 Tafel für einen 5 kg schweren Hund)

Weintrauben 10 bis 30 Trauben für einen 5 kg schweren Hund, 40 bis 120 Trauben für einen 20 kg schweren Hund, 50 Rosinen für einen 5 kg schweren Hund kann zu akutem Nierenversagen führen.

Zwiebeln 1 mittelgroße Zwiebel ist für einen 10-20 kg scheren Hund ausreichend eine Hämolytische Anämie (Blutarmut)

 

Bei fast allen Vergiftungen ist Erbrechen eines der Symptome. Weiterhin könne je nach Vergiftung Speicheln, Durchfall, Herz- Kreislauf- Probleme, Atembeschwerden, Krämpfe, Speicheln, Bauchschmerzen, Fieber, Erregtheitszustände aber auch gedämpfte Zustände auftreten. Die wenigsten Vergiftungen haben typische Symptome/ Erscheinungen.

Wichtig ist, wenn Sie den Verdacht haben , dass Ihr Tier etwas Giftiges aufgenommen haben könnte, suchen Sie umgehend Ihren Tierarzt auf! Manche Vergiftungen verlaufen sehr schnell, andere hingegen können erst nach ein paar Tage auftreten.

Am besten kann Ihr Tierarzt Ihrem Hund helfen, wenn Sie ihm das Gift mitbringen: bei Medikamenten den Beipackzettel, bei Haushaltschemikalien, Pflanzenschutzmitteln, Schädlingsbekämpfungsmitteln und Ähnlichem die Verpackung, bei Pflanzen die Blätter oder Blüten - damit der Tierarzt die Giftpflanze bestimmen kann.

 

 Reisezeit

 

Reisezeit...denken Sie daran in anderen Ländern werden verschiedene lebensbedrohliche Krankheiten übertragen. Schützen Sie ihren Hund durch Prophylaxe!

Informieren Sie sich rechtzeitig welche Krankheiten an Ihrem Reiseziel aktuell sind. Meistens dienen Zecken und Mücken als Überträger.

 

Leishmaniose und Ehrlichiose rund um das Mittelmeer, mittlerweile aber schon fast ganz Italien und große Teile Frankreichs.

 

Babesiose (Hundemalaria) wird über Zecken übertragen auch hier in Deutschland, Frankreich Österreich, neben dem Mittelmeerraum.

Filarien- hierzu zählt auch der Herzwurm weden über Stechmücken und Flöhe übertragen. Die Ausbreitung umfaßt schon große Teile Frankreichs, Italien,Österreich,Schweiz und natürlich den Mittelmeerraum.

 

 

Zecken übertragen

         Krankheiten                

 

Heute geht es nicht um die Reisekrankheiten sondern um die Krankheiten, die in unserem Breitengraden über tragen werden.

Ich möchte das Hauptaugenmerk auf die wenig bekannte Anaplasmose richten, ein zweites großes Thema ist die Borreliose von der jeder weiß, dass sie von Zecken übertragen wird. Beide Erreger Borreliose und Anaplasmose werden von dem Holzbock ( Ixodes ricinus) übertragen.

Der Holzbock (ixodes ricinus), auch eine Schildzecke, ist ab einer Außentemperatur von ca. 10 °C aktiv. Hier in Deutschland ist diese Zecke das ganze Jahr über, also auch an milden Wintertagen anzutreffen. Der Holzbock kommt hauptsächlich in Wäldern und Waldrandberiechen vor. Die erwachsenen Zecken sind häufig auf der Spitze von Grashalmen , auf Ihre Opfer wartend, anzutreffen. Wird ein erwachsenes Holzbockweibchen vom Hund oder Mensch von einem Grashalm abgestriffen, so wandert diese auf dem Opfer herum, um eine geeignete Stichstelle zu finden. Ist diese Stelle gefunden, so saugt die Zecke über ca. sieben Tage Blut.

              Holzbock ( Ixodes ricinus)   

 Die Anaplasmose ist über Europa von Schweden bis Kroatien verbreitet, der Erreger heißt Anaplasma phagocytophilum. Eine Anaplasmose kann überall dort vorkommen, wo man den Holzbock (Ixodes Risinus) findet, und dies ist überall zwischen dem 40. Und 65. Breitengrad. Deutschland liegt somit mitten im Verbreitungsgebiet des Holzbockes. Die Anaplasmose ist bekannt in Schweden, Norwegen, England, den Niederlanden, Deutschland, Polen, Ungarn, Österreich, in der Schweiz, in der Tschechischen Republik, in Slowenien, Kroatien, Bulgarien, Frankreich, Nordspanien und Norditalien.    

Die Geschichte der Anaplasmose in Europa begann erst 1995. Heute weiß man, dass die granulozytäre Ehrlichiose beim Menschen, die Pferde Ehrlichiose, das Weidefieber bei Kühen und Schafen sowie die granulzytäre Ehrlichiose  beim Hund den gleichen Erreger als Ursache haben.

Anaplasma phagozytophilum ist ein Bakterium welches die weißen Blutkörperchen (hier die Granulozyten) befällt und sich darin vermehrt.                                                                                                                                                      

Nach dem Biss einer infizierten Zecke kommt es recht schnell- innerhalb von 2-20 Tagen zu dem Ausbruch der Krankheit.

Es können hohes Fieber , Apathie, Bewegungsunlust bis hin zu Krämpfen und zentralnervösen Ausfallerscheinungen auftreten. Später werden wechselnde Lahmheiten und Gelenksschwellungen beschrieben.

 

 

  

Besteht ein Verdacht sollte bald möglichst eine Antibiotika Therapie begonnen werden, bei Zentralnervösen Symptomen wird meist eine Intensive Therapie einer Tierklinik nötig.

Prävention

Mittels Spot-on Präparate kann der Befall vermindert werden, trotzdem rate ich dazu, nach jedem Spaziergang den Hund abzusuchen.

Falls Zecken entfernt werden, die sich bereits festgebissen haben, sollte diese Stellen 1-2 Tage kontrolliert werden ob Rötungen und Schwellungen auftreten.

Eine Impfung gegen Anaplasmose gibt es noch nicht.

 

  

Borreliose

Die Borreliose ist ein eher dramatisches Beispiel, wie schnell sich eine zuvor nicht dagewesen (oder nicht bemerkte) Erkrankung in Europa ausbreiten kann. Der Erreger der Borreliose wurde erst 1981 beschreiben. 1985 trat dieser dann in Deutschland auf. Heute ist Borreliose eine der gefürchtetsten Erkrankungen beim Menschen.

Die Verbreitung der Borreliose in Europa:

 Borreliose wird ( wie auch die Anaplasmose) über den Holzbock übertragen, dieser lebt  zwischen dem 45. Und 65. Breitengrad. In Deutschland ist die Borelliose flächendeckend verbreitet. Im Bundesdurchschnitt sind ca. 3% der Zeckenlarven, 7% der Zeckennymphen und 15% der erwachsenen Zecken Trägern von Borrelien. Stellweise können auch mehr als 30% der Zecken infiziert sein.

Eine Borreliose kann (wie auch die Anaplasmose) überall dort vorkommen, wo man den Holzbock findet, und diese ist überall zwischen dem 40. Und 65 Breitengrad. In Deutschland ist Borreliose flächendeckend verbreitet.

Gebietsweise haben bis zu 30% aller Hunde schon einmal eine Infektion mit Erregern der Borreliose durchgemacht.

Die Symptome einer Borreliose:

Im früheren Stadium sind Symptome wie Fieber, Appetitlosigkeit und Teilnahmslosigkeit wenig charakteristisch, sodass die Infektion leicht übersehen wird.

Erst wesentlich später kommen Gelenkentzündungen und schubweise wiederkehrenden Lahmheiten mit Phasen der Besserung.

Im späten Stadium kommt es zu Schäden an den Gelenken, zur Schädigung der Nieren und Herzens.

Behandlung

Im frühen Stadium helfen Antibiotika  gut, im späten Stadium sind die Borrelien meist nicht mehr vollständig zu eliminieren.

  

Prophylaxe

Permetrin wirkt abweisend und abtötend auf Zecken, hier sind diverse Präparate als „Spot on“ auf dem Markt. Eine Impfung existiert auf dem deutschen Markt, ist aber nicht gegen alle Borellien Arten gerichtet und wird in der Fachwelt derzeit vielseitig diskutiert.

 

Babesiose („ Hunde-Malaria“)

Die Bebesiose bzw. „Hunde-Malaria“ ist die gefürchtetste Erkrankung beim Hund in Frankreich. Nach Angaben lokaler Tierärzte kommt es allein in Frankreich zu 400.000 Neuinfektionen mit Babesiose im Jahr. Seit kaum mehr als zehn Jahren kommt Babesiose auch beim Hund in Deutschland vor. Im März 2004 wurden die ersten Fälle aus den Niederlanden gekannt.

Der Erreger:

Auch die Babesien sind Protozoen (Einzeller). Ähnlich wie der Erreger der menschlichen Malaria vermehren sich die Babesien in den roten Blutkörperchen und zerstören sie. In Europa gibt es derzeit zwei Bekannte Babesiose – Erreger beim Hund: Babesia canis und Babesia vogeli.

Die Überträger der Babesiose:

Die Zeckenarten Dermcentor reticulatus ( Kuh-, Au- oder Auwaldzecke) und Rhipicephalus saguineus ( Braune Hundezecke) übertragen beim Blutsaugen Babesien auf den Hund.

Steckbrief:

Die Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus)

gehört zu den Buntzecken und fällt durch eine marmorierte Zeichnung auf dem Rückenschild auf. Sehr häufig kommt diese Zeckenart in Frankreich, Nordspanien, Norditalien und Kroatien vor. In den letzten Jahren taucht diese Zeckenart jedoch auch massenhaft in Deutschland auf. Besonders im März-April sowie im September-Oktober wird diese häufig angetroffen.

 

Die braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus)

 

 

Ist ab Zentralfrankreich südwärts in allen europäischen Mittelmeerländern einschließlich Portugal zu finden. Je weiter man in den Süden fährt, desto häufiger ist die braune Hundezecke anzutreffen, dann meist sogar ganzjährig. In Deutschland fühlt sich diese Zeckenart als „Urlaubsmitbringsel“ in beheizten Räumen sehr wohl. Die braune Hundezecke hat eine besonders unangenehme Eigenart: Diese Zeckenart läuft mit einer Geschwindigkeit von 1 Meter pro Minute auf ihr Opfer zu.

Die Verbreitung der Babesiose in Europa:

Die Babesiose kommt in allen europäisch-mediterranen Ländern vor sowie in Bulgarien, Rumänien, Ungarn, der Schweiz und Portugal. Auch in Deutschland ( Raum Freiburg, Stuttgart, München, Regensburg, Saarbrücken, Saarlouis, Siegen, Münster) und in den Niederlanden ( Den Haag, Arnhem) können dich Hunde durch einen Zeckenstrick mit Bebesien infizieren. In Deutschland gibt es aber sicher weitere bislang unbekannte Infektionsherde.

Die Symptome einer Babesiose:

Etwa eine bis drei Wochen nach einem infektiösen Zeckenstrick setzt hohes Fieber ein. Dunkler Urin kann auffallen. Besonders in dieser akuten Phase führt die Babesiose häufig zum Tod des Tieres. Sind die ersten starken Fieberschübe überstanden, folgen Mattigkeit, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust und häufig Gelbsucht.

Es können auch entzündliche Veränderung der Augen sowie Netzhautablösung auftreten. Im weiteren Verlauf kann das Zentralnervensystem geschädigt werden. Dann können Bewegungsstörungen und epileptische Anfälle auftreten.

Prophylaxe:

Eine Impfung steht in mediterranen Ländern zur Verfügung, ist in Deutschland aber schwer erhältlich, gleiches gilt für eine Chemoprophylaxe. Ein Zeckenschutz sollte eine abweisende und tötende Wirkung gegen die Auwaldzecke und die braune Hundezecke besitzen.

 

 

Tierarztpraxis Dornbusch, 89335 Ichenhausen, Neue Bahnhofstr. 22, 08223/ 966519  | dornbusch-vet@gmx.de
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